Ich habe in den letzten Jahren viele Werkstätten begleitet, die Digitalisierungs-Projekte gestartet haben. Die meisten haben ähnliche Muster.

Das Problem ist selten die Software

Wenn ein Projekt scheitert, liegt es fast nie an der Technik. Die Software funktioniert — meistens jedenfalls. Das eigentliche Problem ist woanders.

Drei Gründe die ich immer wieder sehe:

  1. Kein klares “Warum” — Das Team weiß nicht, warum die neue Software überhaupt eingeführt wird. “Der Chef will das” ist kein Grund. Ein Grund ist: “Wir verlieren jeden Monat 40 Stunden an unbezahlter Mehrarbeit weil die Auftragserfassung ineffizient ist.”

  2. Fehlende Einbindung der Leute die damit arbeiten — Die Entscheidung wird oben getroffen, die Umsetzung unten erwartet. Das Ergebnis: Passive Sabotage. Nicht böswillig, aber effektiv.

  3. Unrealistische Zeitplanung — “Bis nächsten Monat läuft das” ist kein Plan. Neue Software braucht Eingewöhnungszeit. Während der Einführungsphase wird die Produktivität kurzfristig sinken. Wer das nicht einplant, bricht das Projekt ab sobald es unbequem wird.

Was funktioniert

Die Projekte die klappen haben eines gemeinsam: einen klaren Pilot-Scope.

Nicht die ganze Werkstatt auf einmal. Nicht alle Prozesse gleichzeitig. Sondern: ein Prozess, eine Abteilung, vier Wochen.

Wenn das klappt, zieht der Rest von selbst nach.

“Menschen folgen Erfolgen. Zeig dem Team einen Bereich wo die neue Software das Leben leichter macht — und die Akzeptanz kommt von selbst.”

Was das für dich bedeutet

Wenn du gerade ein Digitalisierungs-Projekt planst: Fang klein an. Wähle den einen Prozess der am meisten schmerzt. Löse den zuerst. Dann das nächste.

Und hol die Leute ins Boot bevor du die Software kaufst — nicht danach.


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